haemo.de - Haemochromatose Information Titelbild 4

Symptome der Hämochromatose

Die Symptome von Hämochromatose sind vielfältig: Allgemein gilt starke Müdigkeit und Reizbarkeit als Zeichen für die Eisenspeicherkrankheit, auch gehäufte Infekte oder Depressionen werden ihr zugeschrieben, genauso wie Gelenkschmerzen, ein unregelmäßiger Herzschlag und Krämpfe in der Bauch- oder Brustgegend. Veränderungen der Haut wie etwa eine graubraune Verfärbung, rote Flecken oder unterschiedliche Pigmentierungen treten auf. In einem fortgeschrittenen Stadium kann es auch eine Bronzetönung geben. Die Haare können ebenfalls betroffen sein: Ein vermehrter Ausfall oder ein frühzeitiges Ergrauen tritt oft auf. Auch ein Nachlassen der Libido oder die Veränderung von Länge und Stärke bzw. das komplette Ausbleiben der Monatsblutung kann mit der Hämochromatose in Zusammenhang stehen.

Wie wirkt sich die Hämochromatose aus?

Durch die übermäßige Aufnahme von Eisen in der Nahrung lagert sich dieses in verschiedensten Organen ab und schädigt diesen langfristig. Bei jüngeren Erkrankten sind in erster Linie Leber, Bauchspeicheldrüse, Hypophyse und Herz betroffen und die Gelenke. Bei Menschen über 40 Jahren treten Leber-Zirrhose, Leberkarzinom, Diabetes, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Impotenz, Kardiomyopathie oder Arthropathie auf.

Grundsätzliches zum Eisen im menschlichen Körper: Bei einem Gesunden beträgt der Eisengehalt drei bis fünf Gramm. Ein Milligramm wird pro Tag durch das Essen aufgenommen, dieselbe Menge wird auch wieder ausgeschieden. Dadurch ist das Gleichgewicht, die sog. Homöostase sichergestellt. Bei der Hämochromatose liegt jedoch eine Störung vor, weshalb Eisen in größeren Mengen insbesondere im oberen Dünndarm aufgenommen und in der Leber, Hypophyose, Nebenniere, Schilddrüse, der Haut, dem Herzen und den Gelenken gespeichert wird

Entdeckt wurde das für diese Erkrankung verantwortliche HFE-Gen 1996. Die betroffenen Zellen lagern grundsätzlich mehr Eisen ein, als sie konkret benötigen. Schwerwiegend sind die dadurch entstehenden Probleme in der Leber, diese speichert nämlich – quasi für „schlechte Zeiten“ – größere Mengen von Eisen, wird bei der Hämochromatose jedoch überfordert.

Da die Hämochromatose vererbt wird, spielt es für den Ausbruch der Krankheit eine große Rolle, ob die Zellen von Vater und Mutter beide geschädigt sind. Dann besteht beim Kind ein tendenziell erhöhtes Risiko auf den Ausbruch der Krankheit. Gefährlich sind auch einige Varianten, also Mutationen der ursprünglichen Gene.

Wenn die Symptome nicht rechzeitig erkannt werden und keine Behandlung erfolgt, ist mit einer deutlichen Verkürzung der Lebenserwartung zu rechnen. Bei einer entsprechenden ärztlichen Therapie kann jedoch mit einem normalen Altersschnitt gerechnet werden.


Startseite :: Allgemein :: Symptome :: Therapie :: Impressum

copyright (c) 2006 haemo.de

 

haemo.de